Bildungsreise Griechenland

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Bildungsreise nach Griechenland

Griechenland / Thessaloniki - Die Krise und ihre Folgen
15.-21. Oktober 2017

Das Land an der Ägäis ist von der wirtschaftlichen Krise und dem Spardiktat der EU schwer gezeichnet. Gleichzeitig ist es für viele Geflüchtete die erste Station auf europäischem Boden.

Auch wenn die Krise in Griechenland etwas aus dem Blickfeld geraten ist, hat sich für viele Menschen die Situation seit dem Sommer kaum verbessert. Kein europäisches Land hat in der Nachkriegszeit eine so lange und tiefe Rezession erlebt, jede und jeder Fünfte lebt in Armut. Die beschlossenen Sparmaßnahmen, auf die sich Athen mit seinen Partner*innen aus der Eurozone und mit dem Internationalen Währungsfonds einigen musste, setzen das Land erheblich unter Druck.

Die Lage wird nicht leichter durch die Tatsache, dass die europäische Asylzuständigkeitsregelung der EU mit der sogenannten Dublin-Verordnung die Verantwortlichkeit und Lasten auf die EU-Außenstaaten abschiebt. Bereits vor der Schuldenkrise konnte Griechenland die Anforderungen, welche die hohen Zahlen von Schutzsuchenden stellen, kaum angemessen bewältigen. Von den mehr als einer Million Menschen, die im vergangenen Jahr die EU erreichten, kamen etwa 850.000 über die griechischen Ägäisinseln.

Im Kontext der Krise wird Flüchtlingspolitik plötzlich zur Verhandlungsmasse, wenn etwa der Verbleib im Schengen-Raum zur Disposition gestellt oder die Einrichtung von Transitzonen gegen Schuldenschnitt aufgewogen wird.

Die Krise in Griechenland ist also keine rein ökonomische Krise, sondern eine Struktur- und Institutionenkrise des Euro-Raums und offenbar auch eine Krise der Demokratie. Es stellt sich die Frage, was die EU überhaupt leisten soll: Euro-Rettungspakete, Schuldenschnitt und drastische Sparmaßnahmen – Griechenland wird zum Prüfstein europäischer Solidarität.

Was muss sich in Europa für Europa ändern? Welche Spielräume bleiben, wenn Politik und Gesellschaft weitgehend von der Sparpolitik bestimmt werden? Und wie kann eine solidarische, funktionale Flüchtlingspolitik in Europa aussehen?

Unser Reiseziel Thessaloniki (oder kurz: Saloniki) ist mit über 320.000 Einwohner/innen die zweitgrößte Stadt Griechenlands. Das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der griechischen Region Makedonien ist mit seinem kosmopolitischen Erbe ein spannender Ort mit turbulenter Geschichte. Und in jüngster Zeit machte der Bürgermeister der Stadt als unkonventioneller Reformer von sich reden. Wie begegnet die Stadt der Krise? Und wie geht die Stadt mit Flüchtlingen um? Mit Gesprächen vor Ort möchten wir uns gemeinsam ein Bild von der Stadt und ihrer Einwohner/innen machen. Wir treffen auf Menschen aus Politik, Nichtregierungsorganisationen und Gesellschaft. Unsere Themen sind:

Krise in Griechenland  
Die sozialökonomische Krise Griechenlands seit 2008   
Antworten griechischer parlamentarischer Parteien     
Thessaloniki als Ort       
Soziales Engagement

Migration
Griechenland als Ankunftsort  
Situation Geflüchteter in Griechenland           
Situation Geflüchteter in Thessaloniki             

Leitung:
Anja Schneider (Projektleiterin Volunteers for Lesvos) und Simon Cames (Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung)

Ort: Thessaloniki und Umgebung

In Kooperation mit umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg

Teilnahmebedingungen

Was Sie vor Ihrer Anmeldung wissen müssen

Anmeldung
Für alle Veranstaltungen ist eine schriftliche Anmeldung mit dem Anmeldeformular aus dem Programm per Post oder per Fax bzw. über das elektronische Anmeldeformular (externer Link zur Seite des HBS Stiftungsverbundes). Der Eingang wird schriftlich bestätigt und die Anmeldung ist damit verbindlich. Eine Anzahlung in Höhe von 100 € (Ausland) ist sofort nach Erhalt der Anmeldebestätigung zu überweisen.

Rücktritt durch die Teilnehmenden
Wir machen darauf aufmerksam, dass bei einem Rücktritt später als drei Monate vor Seminarbeginn (später als Do. 21.07.2017) der volle Teilnahmebeitrag als Ausfallgebühr zu zahlen ist, sollte es keine/n Nachrücker*in auf Ihren Platz geben. Bei einem Rücktritt bis drei Monate vor Beginn des Bildungsurlaubs wird eine Stornogebühr von 110 € berechnet.
Wir machen darauf aufmerksam, dass die Reise nur stattfinden wird, wenn eine Mindestanzahl von 12 Teilnehmenden erreicht wird. Dies gilt für alle Bildungsreisen, die unser Bildungswerk veranstaltet. Für den Fall, dass Sie sich für eine selbständige An- und Abreise entschieden haben, möchten wir Sie deshalb auf das Risiko aufmerksam machen, das Ihnen bei einer frühzeitigen Buchung des Fluges entsteht. Falls sie dennoch bereits jetzt einen Flug buchen möchten, denken Sie bitte an eine Reiserücktrittsversicherung.

Reiserücktrittsversicherung
Die Versicherung muss unmittelbar nach Erhalt Ihrer Anmeldebestätigung abgeschlossen werden. Möglich ist dies bei dem Reisebüro „FairLines“, Kleiner Schäferkamp 32, 20357 Hamburg, Tel. 040 44 14 56, Fax 040 44 05 70 oder in einem Reisebüro in Ihrer Nähe.
Wir empfehlen Ihnen sehr, eine solche Versicherung abzuschließen (s.o.).

Rücktritt durch die Veranstalter
Falls ein Seminar nicht die erforderliche Zahl an Teilnehmenden erreicht oder wir aus anderen wichtigen Gründen die Reise absagen müssen, benachrichtigen wir die angemeldeten Personen umgehend und überweisen den vollen Teilnahmebeitrag zurück.

Datenschutz
Die/der Teilnehmende erklärt sich mit der elektronischen Speicherung ihrer/ seiner Daten einverstanden. Eine Weitergabe der Daten an Dritte ist ausgeschlossen.

Bankverbindung
Die Anmeldungen werden von umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg verwaltet. Teilnahmegebühren sind zu entrichten auf die folgende Kontoverbindung bei der GLS-Bank:

Empfänger: umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.
IBAN: DE24 43060967 2022837901

Ansprechpartner

Simon Cames

Bildungsreferent

Gebühr und Anmeldung

Die Teilnahme kostet 845,00 EUR (inkl. Hin- und Rückflug) bzw.
545,00 EUR (bei individueller Anreise).

Im Preis inbegriffen sind das Programm, die Unterkunft im Doppelzimmer, Halbpension, anfallende Transportkosten vor Ort, Reiseleitung, Eintritte und Pausengetränke.

Bitte vor Anmeldung die Teilnahmebedingungen
(unten auf dieser Seite) lesen.

Online-Anmeldung HIER
(externer Link zu Seite des HBS Stiftungsverbundes)

Die Anmeldung wird von umdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg verwaltet.