Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Berlin
Liebe Besucherinnen und Besucher,

wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unsere Homepage gefunden haben! 

Hier erhalten Sie diverse Informationen über das Bildungswerk Berlin und unser Programm.
Das aktuelle Halbjahresprogramm können Sie HIER als PDF herunterladen. Über aktuelle Veranstaltungen informiert der Veranstaltungskalender unserer Homepage fortlaufend. Ein regelmäßiger Blick lohnt sich also!

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Ihr Interesse an den Veranstaltungen.

Helmut Adamaschek
(Geschäftsführer)

 

Unser Selbstverständnis

Das Bildungswerk Berlin ist ein Forum für offene politische Bildungsarbeit und fördert die Diskussion über eine Gesellschaftspolitik nach ökologischen, basisdemokratischen und gewaltfreien Grundsätzen.

Unsere Bildungsarbeit organisiert den Diskurs zwischen Nichtregierungsorganisationen, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Sie soll zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und dem grünnahen Spektrum vermitteln und Räume für einen qualifizierten Austausch schaffen. Ziel unserer Bildungsarbeit ist es, Menschen zu befähigen, sich aktiv an den politischen Prozessen zu beteiligen.

Das Bildungswerk ist auch als grünnahe Landestiftung eine unabhängige Bildungsorganisation. Mit den grünnahen Strömungen verbinden uns die Grundwerte Ökologie und Nachhaltigkeit, Demokratie und Menschenrechte, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit.

Unsere politische Bildungsarbeit soll Lernprozesse initiieren, die individuelle und kollektive Handlungsfähigkeiten stärken. Methodisch und inhaltlich ist die Bildungsarbeit emanzipatorischen Zielen verpflichtet. Die Bildungsarbeit betreibt keine abstrakte Wissensvermittlung, sie ist auch in der theoretischen Auseinandersetzung politiknah und handlungsorientiert. Kritische Bildungsarbeit braucht die Distanz zur Tagespolitik, sie präsentiert und konfrontiert alternative Politikentwürfe und ist dabei keiner Fahne und keinem Programm verpflichtet.

Jahresthema II

Migration und Bewegungsfreiheit

Die globalen politischen Entwicklungen von Migration und das Gleichheitsgebot der Menschenrechte sind die zentralen Bezugspunkte dieses Jahresthemas. Die zunehmende Entsolidarisierung und Herablassung, mit der die Nationalstaaten Europas auf die Welt schauen, kann zum Rückfall in chauvinistischen Nationalismus führen. 

Die Debatte über eine Weltinnenpolitik, die sich an Frieden, Freiheit, Demokratie und Menschenrechten orientiert, soll  mit diesem Jahresthema intensiviert werden. Wir brauchen eine angstfreie Diskussion über eine sich öffnende Gesellschaft, die nicht im nationalen Chauvinismus stecken bleibt, die positive Aspekte thematisiert und zu einer offenen Willkommenskultur führen soll.

Jahresthema I

Finanzkrise -  Ende der Demokratie?

Der Euro-Raum durchlebt die tiefgreifendste Krise seiner Geschichte. Täglich überschlagen sich die Meldungen über Staatsdefizite, Schuldenlasten, Schuldenbremsen, Rettungschirme und negative Ratingagenturberichte. Ein drohender Staatsbankrott jagt den anderen. Drastische Sparmaßnahmen, tiefe Einschnitte in die Sozialssysteme, steigende Arbeitslosigkeit, Demokratieverlust und wachsende BürgerInnenproteste sind erste Ergebnisse der neusten Entwicklung.

Die Krise wird als Ausdruck eines Verlustes des sogenannten „Primates des Politischen“ diskutiert. Dem Umstand, dass letztlich die Märkte das Geschehen bestimmen, nicht die Politik, schulde sich das Demokratisierungsdefizit in Europa. Ist Politik wirklich machtlos? Oder wird die Macht nur anders verteilt? Ist die grassierende Finanzkrise Ausdruck davon, dass die Politik den Überblick verloren hat?