Zivilgesellschaft ist nicht neutral!

Immer wieder üben Politik und Behörden Druck auf Vereine aus, sich politisch „neutral“ zu verhalten. Das hat eine Streuwirkung: Viele Vereine sind verunsichert und scheuen davor zurück, sich zu positionieren – gegen extrem rechte Ideologien und vor allem gegen extrem rechte Strukturen und Parteien wie die AfD. Doch politische Bildung und demokratisches Engagement sind immer den Grundrechten und Menschenrechten verpflichtet. Neutrale Zivilcourage gibt es nicht.

Aktuelles

Workshop 9.-11.10.

Feminismus
Anmeldung

Selbstsicher auftreten - authentisch bleiben. Ein Körpersprache-Workshop 

Bist Du manchmal nervös vor Referaten oder Präsentationen und willst wissen, wie Du das ändern kannst? Möchtest Du mehr Präsenz haben? Möchtest Du Feedback zu Deinem Auftreten oder viele Tipps zum Thema Körpersprache haben? Dann ist das Dein Workshop! Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an junge Frauen* von 17 bis max. 27 Jahre.  

 

Workshop 10.-11.10.

Politikmanagement
Anmeldung

„Den Weg ins Ungewisse wagen“ – Workshop zu kritischen Männlichkeiten

Was ist eigentlich Männlich*keit? Wie kann ich kritisch mit (meinen) Männlich*keiten umgehen? Wie und wann nutze/performe ich sie? Wo schränken mich (meine) Männlich*keiten ein? Diese und andere Fragen werden im Workshop mithilfe von Theatermethoden und Methoden aus der machtkritischen Bildungsarbeit bearbeitet.

Veranstaltung 12.10.

Anmeldung

Queere Räume in die Kieze! Zwischen Verdrängung und neuen Initiativen

Was ist zu tun, damit die sichtbare Vielfalt im Herzen Berlins nicht irgendwann nur noch Geschichte ist? Wie beleben neue Initiativen die Kieze? Margot Schlönzke ist eine der schillerndsten Expert*innen für queere Kieze. Sie führt durch den Abend und diskutiert diese Fragen gemeinsam mit Kulturschaffenden, Vertreter*innen aus der Politik und der queeren Community. Lasst uns Lösungen entwickeln und das feiern, was unser vielfältiges Berlin ausmacht!

Tagung 17.10.

Anmeldung

Das Geschäft mit dem Krieg: Deutschland und der Rüstungshype

Die Journalist*innen des Selbstlaut Kollektiv haben seit Jahresbeginn untersucht: wie an Universitäten wieder für die Rüstungsindustrie geforscht wird; wie in München ein Rüstungs-Cluster entstanden ist, in dem Unternehmensmithilfe von Investoren wie Peter Thiel die Waffen für die Kriege der Zukunft entwickeln - und welche Rolle Künstliche Intelligenz schon jetzt in der Kriegsführung spielt. Am 17.10. werden diese Recherchen im Rahmen einer Informations- und Austauschveranstaltung in Berlin vorgestellt. 

Signal Gruppe

Die feministische Presserunde

Antimafia-Seminar in Berlin | Sergio Mattarella, Leoluca Orlando, mafianeindanke

Antimafia-Seminar in Berlin | Sergio Mattarella, Leoluca Orlando, mafianeindanke - mafianeindanke e.V. (mafianeindanke e.V.)

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen

Fachtagung: Femizide stoppen? "Wie weiter? Wie der Staat Frauen besser schützen könnte - und warum das noch so wenig geschieht"

Fachtagung: Femizide stoppen? - Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Reihe

Nachgefragt - Gespräche mit unseren Auslandsbüros

In dem Format treffen wir uns in regelmäßigen Abständen mit den Leitungen (oder Mitarbeitenden) der Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung, um mit Ihnen auf aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Land zu blicken. Als Expert*innen vor Ort ordnen sie die aktuellen Geschehnisse ein und sprechen mit uns darüber, warum die Ereignisse auch für uns von Bedeutung sind.

Shrinking Spaces – Wie die Handlungsspielräume von Zivilgesellschaften immer enger werden

Die Handlungsspielräume für Zivilgesellschaften engen sich weltweit immer weiter ein. Neben der Einschränkung von grundlegenden demokratischen Rechten wie Versammlungs-, Vereinigungs- und Meinungsäußerungsfreiheit, geraten auch NGOs und Menschenrechtsaktivist*innen immer weiter unter Druck, etwa durch die Kriminalisierung ihrer Arbeit. An Hand konkreter internationaler Beispiele soll die Systematik dieser Entrechtung dargestellt werden.

Wem gehört das Radio?

Wenn unsere Gesellschaft gerechter werden soll, muss auch die Öffentlich­keit, müssen die Medien gerechter werden. Wer spricht für wen? Worüber? Wer hört überhaupt zu und wer kann auf gleiche Weise antworten? Das sind seit jeher die großen Fragen emanzipa­torischer Medienkritik. Ihre Antworten waren zu allen Zeiten medienpolitische Kämpfe und praktische Experimente.

Auch heute, 40 Jahre nach der Kom­merzialisierung des Rundfunks und 30 Jahre nach der Entstehung des Internets, braucht es weiterhin andere Medienpraktiken – solche, die Kommu­nikation als Intervention in gesell­schaftliche Verhältnisse begreifen. Die aktuellen Debatten um den rasanten Wandel gesellschaftlicher Öffentlich­keit(en) und die Zukunft des Rund­funksystems wollen wir deshalb um die Möglichkeiten und Ideale einer anderen demokratischeren Radiopraxis erwei­tern.

Hauptsache helfen? Warum Nothilfe hinterfragt werden sollte

Nothilfe inmitten von schweren Kriegen oder nach Naturkatastrophen: die Notwendigkeit dieser Form humanitärer Hilfe ist unstrittig. Aber wie nachhaltig ist sie? Wie viel der Hilfe kommt bei den Betroffenen an? Und welche Rolle spielen dabei globale Machtverhältnisse und Politik?

Dieser Beitrag geht im Interview mit Radwa Khaled-Ibrahim von medico International und Svenja Borgschulte von der NGO Adopt a Revolution diesen Frage nach. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die Nothilfe in Syrien nach dem schweren Erdbeben im Februar 2023 gelegt.

Ein Audiobeitrag von Daniella Gaub. Finanziert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Hinhören & Handeln

Es geht auch anders!

Böll.Regional

Disappearance along the migration routes

Disappearance along the migration routes

Diese Broschüre ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion, organisiert von borderline-europe und dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, in der Expert*innen aus Libyen, Sudan und Niger die tragischen Auswirkungen der europäischen Migrationspolitik und das Phänomen verschwundener Migrant*innen beleuchteten. Die Podiumsteilnehmer*innen teilten eindrückliche Berichte über die verheerenden Folgen der Externalisierung der Migrationspolitik, bei der Migrant*innen ihr Leben auf gefährlichen Reisen riskieren und oft auf dem Weg verschwinden. Durch ihre Erfahrungsberichte wurde der soziale, politische und wirtschaftliche Druck aufgezeigt, der Menschen zur Migration treibt, sowie die harten Realitäten, mit denen sie konfrontiert sind, wenn sie nach Sicherheit suchen. Die Diskussion verdeutlichte zudem die dringende Notwendigkeit einer Rechenschaftspflicht in der Migrationspolitik und eines humaneren Ansatzes, der die Rechte und die Würde aller Menschen respektiert, unabhängig von ihrer Herkunft. Diese Broschüre fängt diese kritischen Perspektiven ein und fordert eine Neubewertung der europäischen Migrationsstrategien, um den unsichtbaren menschlichen Preis restriktiver Grenzregime anzusprechen.
Gesellschaften im Kriegszustand

Gesellschaften im Kriegszustand

Es wäre vermessen zu behaupten, dass die vorliegende Broschüre auch nur einen Bruchteil der vielen Facetten dieses grausamen Krieges abdecken könnte. Wer will, kann sich mit in umfangreichen Texten dargelegten Analysen zu den Kriegs­ursachen und seinem Verlauf befassen oder mögliche – oder auch unmögliche – Nachkriegsszenarien debattieren. In Bezug auf teils extreme Preissteigerungen für Energieträger, durch Russland blockierte Getreideexporte aus der Ukraine, ange­hobene Verteidigungsbudgets oder die Präsenz einer signifikanten Zahl aus der  Ukraine Geflüchteter bekommen auch Menschen innerhalb der Europäischen Union  die Folgen des russischen Angriffskrieges zu spüren. In den hier abgedruckten  Texten linker ukrainischer und russischer Autor*innen geht es jedoch explizit darum,  deutschen Leser*innen Innenansichten aus beiden kriegsführenden Ländern vor­zulegen. Sie dienen als Anstoß für Außenstehende, sich intensiver mit den Verhältnissen in der Ukraine und in Russland zu befassen und liefern möglicherweise eine Grundlage für eine Diskussion irgendwann in der Zukunft.
Auf der Spur der Menschenrechte

Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg

Die Broschüre „Auf der Spur der Menschenrechte durch Kreuzberg – ein Stadtspaziergang“ bietet die Möglichkeit, die Themen der 21 Stationen des Spaziergangs selbstständig ab-zulaufen oder sie in Ruhe nachzulesen. Die Grundidee dabei ist, die breite Palette der Menschenrechte aufbauend auf den Verträgen der Vereinten Nationen anhand von konkreten Orten in Kreuzberg zu veranschaulichen. Seit Dezember 2023 liegt nun die zweite überarbeitete Neuauflage der Broschüre vor.

Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Siftung ist als Einrichtung der Erwachsenenbildung in Berlin auf Grundlage des Gesetzes über die Erwachsenenbildung (EBiG) anerkannt. Ein Großteil unserer Veranstaltungen wird gefördert durch die Berliner Landeszentrale für politische Bildung.