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Projektdokumentation: Perspektiven einer Nachnutzung des Flughafengebäudes Tempelhof

Wie kaum ein anderer Ort spiegelt der Flughafen Tempelhof die Kontroversen der Berliner Stadtpolitik der vergangenen Jahre wieder. Seit dem Volksentscheid im Jahr 2014 ist klar, dass das ehemalige Flugfeld eine innerstädtische Freifläche bleibt. Wie aber sieht die Zukunft für das Flughafengebäude Tempelhof aus? Luftfahrtmuseum, Unterkunft für Geflüchtete, Kulturhafen, Kreativ- und Eventstandort - viele Vorschläge liegen auf dem Tisch. Unklar bleibt, wie es weitergeht in Tempelhof. Vor allem aber: Wer darf darüber entscheiden? Welche Akteure sind an der Entwicklung eines Nachnutzungskonzepts beteiligt? Und welche Rolle spielen die Interessen der Bürger_innen in diesem Prozess?

In unserem Projekt, einer Kooperation zwischen dem Center for Metropolitan Studies der TU Berlin, dem Lehrbereich Stadt- und Regionalsoziologie der HU Berlin und dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, haben wir in uns am Beispiel des Flughafengebäudes am Tempelhofer Feld mit einer partizipativen und ‚bottom-up’-orientierten Perspektive auf die Entwicklung von Nachnutzungskonzepten für städtebauliche Großprojekte auseinandergesetzt. Neben der inhaltlichen Beschäftigung mit partizipativen Planungsverfahren und Formen von Urban Governance ging es für die Teilnehmenden dabei auch um das Erlernen unterschiedlicher Methoden der qualitativen Sozialforschung und des Designs von empirischen Forschungsprojekten. Die Studierenden erarbeiteten u.a. best/worst practice Modelle unterschiedlicher Partizipations- und Nachnutzungsverfahren, führten Interviews mit Stadtpolitiker_innen und anderen Expert_innen durch und kartierten die Nutzung des Flughafengebäudes und der anliegenden Nachbarschaften.

Die Ergebnisse unseres Projekts haben wir am 28. Oktober 2015 im Rahmen einer sehr gut besuchten Veranstaltung vorgestellt, die wir zusammen mit der HU und TU Berlin organisiert haben. Auf dieser Website finden Sie eine Veranstaltungsdokumentation sowie eine Zusammenstellung von Materialien, die im Zuge des Projektes entstanden sind.

In Zusammenarbeit mit:

Das Projekt wurde von Dr. Henrik Lebuhn (HU Berlin) und Dr. Johanna Schlaack (TU Berlin) geleitet; es nahmen insgesamt 31 Studierende der TU Berlin, der HU Berlin sowie der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder teil. Wir danken dem Institut für Sozialwissenschaften an der HU Berlin und dem CMS der TU Berlin sowie dem Berliner Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung für die Zusammenarbeit, ohne die eine Realisierung des Projekts so nicht möglich gewesen wäre.

Links

Veranstaltung am 28. Oktober 2015

Auf der öffentlichen Fachveranstaltung am 28. Oktober 2015 im Bildungswerk der Heinrich-Böll-Stiftung wurden die Ergebnisse des Lehrforschungsprojektes vorgestellt und über Möglichkeiten der Partizipation und Mitbestimmung bei der Entwicklung von Nachnutzungskonzepten für das Tempelhofer Flughafengebäude diskutiert.

Es diskutierten:
Daniela Brahm
(ExRotaprint)
Tilmann Heuser
(BUND Berlin/ Partizipationsbeauftragter Tempelhofer Feld)
Holger Lippmann
(Tempelhof Projekt GmbH)
Dr. Henrik Lebuhn
(HU Berlin)
Dr. Johanna Schlaack
(TU Berlin/ Stiftung SPI)