Baustelle Inklusion - Wie weit sind wir schon?

28.09-02.10.2015

Inklusion hat ein großes Ziel: Alle sollen dazugehören, niemand soll mehr ausgeschlossen werden von Bildung, Arbeit, Teilhabe.

Seit der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention 2009, ist die Umsetzung dieser Ziele zumindest formell eine verpflichtende Aufgabe Deutschlands und seiner Bundesländer. Aktionspläne zur Umsetzung gibt es bereits viele, doch was tut sich wirklich?

Wo stehen wir, auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft?

Und wer wird eigentlich bei dem Thema Inklusion mitgedacht, wer nicht?

Eine Woche möchten wir gemeinsam Zeit miteinander verbringen, um unsere Ideen und Gedanken zur Inklusion austauschen. Wir wollen uns weiterbilden und Vertreter*innen aus Politik, Nichtregierungsorganisationen und Aktivist*innen treffen. Wir werden uns einen Überblick über den Zwischenstand auf der „Baustelle Inklusion“ verschaffen – und so Wissen sammeln, das uns dabei hilft vor Ort, auf der Arbeit, zu Hause und im sozialen Umfeld unser Leben ein wenig inklusiver zu gestalten.

Die Debatte um Inklusion ist oft von mangelndem Kontakt zu jenen Menschen und Gruppen geprägt, die eigentlich durch Inklusion miteinander in Kontakt kommen sollen und wollen. Unser Bildungsurlaub will eben dies ändern – wir legen daher den Schwerpunkt auf den Austausch mit verschiedenen Akteur*innen in diesem Kontext.

Thematische Schwerpunkte des Bildungsurlaubs:

1.    Theoretischer Input zum Thema Inklusion:
Einführung in die Thematik Inklusion, ein Schwerpunkt liegt auf der Behindertenkonvention (BRK) und der Barrierefreiheit. Zusätzlich wird es Gruppenübungen, einen Kurzfilm und einen Spielfilm/Dokumentation mit anschließender Diskussion geben.

2.    Inklusion und Menschen mit Behinderung:
Besuch und Diskussion mit verschiedenen Akteur*innen und Vereinen in diesem Kontext; u.a. Austausch mit Corinna Rüffer (MdB, behindertenpolitische Sprecherin von BÜNDNIS90/ DIE GRÜNEN), Besichtigung des Bundestages sowie der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland e.V. (ISL).

3.    Inklusion und Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit unterschiedlicher sexueller Orientierung/Identität:
Besuch und Diskussion mit verschiedenen Akteur*innen und Vereinen, z.B. LesMigraS (Beratungsstelle und Antigewaltarbeit für lesbische und bisexuelle Migrant*innen, Schwarze Lesben, und Trans-Menschen und Besuch der Anti-Diskriminierungs-Stelle des Bundes (angefragt).

Weitere Aktivitäten im Kontext der Artikel der Behindertenrechtskonvention (BRK), z.B. Bewusstseinsbildung und Empowerment ergänzen unser Wochenprogramm.

Teilnahmebeitrag für Teilnehmer_innen aus Berlin:
Der Preis für Teilnehmer*innen aus Berlin beträgt 100 € , ermäßigt 75,- € (ALG II/Studierende mit Nachweis) ohne Unterkunft.

Im Preis enthalten sind:
- Programmgestaltung und Programmleitung
- gemeinsames Mittagessen
- Bei Bedarf Fahrkosten für den Personentransport im Berliner ÖPNV

Veranstaltungsleitung:
Anja Teufel - Sozialwissenschaftlerin bei K Produktion (Hamburg)
Antje Barten - Sozialarbeiterin, Aktivistin (Berlin)

Anmeldung unter:

Tanya Lazova, lazova@bildungswerk-boell


Falls Sie für die barrierefreie Teilnahme besondere Wünsche haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:
lazova@bildungswerk-boell.de oder per Telefon unter 030/ 308 779 485

Benachrichtigen Sie uns bitte, wenn Sie einen Schwerbehinderten-Ausweis haben, und geben Sie mit an, ob dieser eine Begleitperson vorsieht. Wir benötigen diese Angaben für die Buchung der Gruppen-Fahrkarte. Bitte geben Sie auch mit an, wenn sie im Besitz einer BVJ Monatskarte für Berlin sind und keinen weiteren Fahrschein benötigen. 

Stornofristen und Gebühren:
Wenn Sie den Bildungsurlaub später als vier Wochen vor Beginn absagen, kann Ihnen der Teilnahmebeitrag nur erstattet werden, wenn ein/e neue/r Teilnehmer*in gestellt werden kann. Sonst müssen Sie den Teilnahmebetrag voll bezahlen, auch bei nicht erscheinen wird der Teilnahmebetrag in voller Höhe einbehalten.

Informationen zur Beantragung von Bildungsurlauben:
Das Recht auf Bildungsurlaub ist in Berlin und anderen Bundesländern gesetzlich verankert: Jede*r Arbeitnehmer*in hat Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub (BU) im Jahr bzw. zehn Tage in zwei Jahren. Dieser Anspruch bezieht sich auch ausdrücklich auf politische Bildung. Bildungsurlaub hat den Zweck, sich abseits der Alltagspflichten gemeinsam mit anderen mit einem gesellschaftspolitischen Thema zu befassen. Was unter Bildungsurlaub zu verstehen ist, definiert das Bildungsurlaubsgesetz. Jeder BU muss von der Senatsverwaltung anerkannt werden. BUs müssen Sie bei Ihrer/Ihrem Arbeitgeber*in frühzeitig, jedoch spätestens sechs Wochen vor dem Seminar, beantragen. Sie erhalten von uns eine Anmeldebestätigung, die Sie bitte Ihrer/Ihrem Arbeitgeber*in vorlegen. Nach dem Seminar erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.

Die Reise ist offen für alle Interessierten. D.h. auch wenn Sie keinen Bildungsurlaub nehmen, können Sie selbstverständlich an der Reise teilnehmen!

Der Bildungsurlaub findet in Kooperation statt mit:

dem Bildungwerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und K Produktion und Leben mit Behinderung Hamburg

Diese Veranstaltung wird unter anderm mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin finanziert.